Bronzenes Wochenende der DM Mittel

An den Tagen vom 18.5. – 20.5. standen die DM-Mittel am Samstag, der BRL-Lang am Sonntag, beide in Mohorn-Grund, und zum Abschluss am Montag ein Sprint durch das schöne Wilsdruff, westlich von Dresden, an.

Samstag reisten Viele schon früh an, pünktlich um 11 Uhr waren die Meisten bereits beim WKZ. Um 13 Uhr gingen auch schon die ersten Starter in den Wald auf eine tolle erste Etappe des 3-Tage-OLs. Um ca. 16.45 Uhr fand im WKZ eine kurze Flower Ceremony für das WRE (World Ranking Event) statt. Nachdem um 17.30 Uhr Zielschluss war, machten die meisten sich auf, um sich im Massenquartier einzurichten, bevor es wieder losging und es hieß Siegerehrung im Parkstadion in Wilsdruff. Am Samstag erreichte die OLG Regensburg mehrere Podiumsplätze. Radovan Masek gewann die H10, die leider noch keine Meisterschaftsklasse ist. Und es gab gleich drei dritte Plätze zu verbuchen: Jara Lauer in der D14, Juliane Burgmaier in der D18 und Riccardo Casanova in der Herren Elite.

Am Sonntag ging es schon früh wieder los, da die erste Startzeit schon um 10 Uhr den Nullstart vorgab. Auf der Zielwiese gab´s wie auch am Samstag leckere Verpflegung. Auch nach dem Zieleinlauf wurde man mit Trinken und einem Stück Apfel oder Banane versorgt. Die OLer, die an dem Tag auf den Podiumsplätzen landeten, waren in D14 auf dem dritten Platz Jara Lauer, in D18 auf dem zweiten Platz Juliane Burgmaier, Petra Weber in D55 auf dem zweiten Platz, in DirMS auf dem ersten Platz Riccardo Casanova sowie auch Radovan Masek in H10.

Montag stand der Sprint durch Wilsdruff an, das WKZ war gleich neben dem Massenlager, weshalb man erst kurz vor seinem Start aus dem Schlafsack schlüpfen konnte. Das Highlight an diesem Tag waren – klar zu erkennen – die Waffeln am Spieß. Mit Puderzucker, Apfelmus oder Schokosauce waren sie so lecker, dass viele nach ihrem Lauf, sich noch bis zu 15 Minuten in die Schlange stellten. An diesem Tag war um 13 Uhr bei schönstem Wetter die flower ceremony für das WRE und anschließend die Siegerehrung für die Gesamtwertung des 3-Tage-OLs. Auch in der Gesamtwertung fand man die OLG Regensburg gut vertretem, auf dem dritten Platz in D14 Jara Lauer und in D18 Juliane Burgmaier, in H10 Radovan Masek auf dem ersten und in H80 Viktor Jarkov auf dem dritten Platz.

Gratulation an alle Teilnehmenden, die unverletzt und ohne Fehlstempel aus dem Wald herausgekommen sind.

 

Jara

OLG-Trainingslager in Tschechien

Unser Trainingslager startete am Montag, den 20.05., in Karlov bei Liberec. Ein Großteil der Läuferinnen und Läufer reiste aus Dresden an, wo über das verlängerte Pfingstwochenende die DM-Mittel ausgerichtet wurde. Nach der Ankunft starteten wir bereits mit dem ersten Training. Dieses bestand aus einem Foto OL, bei dem man dem Postenobjekt das entsprechende Foto zuordnen musste, was ohne gesetzte Posten ziemlich anspruchsvoll war. Außerdem war der Wald nicht der ideale OL Wald, da man sich auf Grund von ausgeprägten Dickichten und Blaubeeren eher schwer laufend fortbewegen konnte.

Atemberaubende Felsformationen

Am nächsten Tag nahmen wir eine etwas längere Reise auf uns und fuhren ca. 50 Minuten in das südlich gelegenere Turnov, das einigen von uns aus dem letzten Sommertrainingslager des Landeskaders noch gut bekannt war. Dort trainierten wir Loops auf einer schönen Karte, mit beeindruckenden Sandsteinfelsen. Auf Grund von diesen war es in dem Wald allerdings verboten mit Dobb- Spikes zu laufen. Daher mussten sich einige von uns mit normalen Laufschuhen auf steilen Hängen auf Rutschpartien gefasst machen. Nachdem jeder 1-2 Loops absolviert hatte, gab es Lunchpakete mitten im schönen Wald. Zwischen dem Mittagessen und dem nächsten Training fuhr eine kleine Abordnung nochmal in das berühmt berüchtigte Dorf des letzten Sommer- TLs und vergnügte sich in einem sehr kalten Badesee. Nachmittags stand dann die zweite Trainingseinheit des Tages auf dem Programm, erneut Loops, allerdings diesmal in einem anderen Teil des Waldes, mit noch beeindruckenderen Sandsteinen, die an ein riesiges Labyrinth erinnerten. Nach dem Training spendierte Valerio für alle eine Runde Sauna, welche man in unserer Unterkunft mieten konnte. Nach dem Abendessen gab es dann noch Nachbesprechungen der Trainings, sowie Live Musik und Gesang von Zimmer 5.

Wegbeschreibung des „Lost in Translation“-Trainings

Am nächsten Tag sah unser Plan für den Vormittag einen Gedächtnis-OL auf der Karte unmittelbar um unsere Unterkunft vor, bei dem man an jedem Posten nur die jeweils nächste Verbindung gezeigt bekam und sich diese dann einprägen musste. Schönes Training bei schönem Wetter. Nachmittags verzog sich das schöne Wetter und alle Läuferinnen und Läufer wurden beim „Lost in Translation“-Training ordentlich von oben geduscht. Das Konzept dieses Trainings bestand darin, dass wir uns nach dem Mittagessen alle im Speisesaal versammelten, unsere Bahnen bekamen, und dann dort im Vorhinein die Beschreibung wie man von Posten zu Posten gelangt schriftlich festhielten und dann ausschließlich mit der Beschreibung in Textform die Bahnen abliefen. Damit aber niemand verloren ging, teilten wir uns in 2er-Gruppen auf, in der abwechselnd einer mit dem Text orientierte und der andere kontrollierte. Nachdem wir dann alle klatschnass in die Pension zurückkehrten, wärmten sich einige von uns wieder in der Sauna auf.

Die Sauna-Oase

Am nächsten und auch letzten Tag unseres Trainingslagers führten wir als Abschluss einen Team-OL durch. Danach gab es noch Suppe und alle Läuferinnen und Läufer fuhren glücklich und zufrieden mit ihren Lunchpaketen zurück in die Heimat. Abschließend kann man sagen, dass es wiedermal ein sehr gelungenes Trainingslager war, mit viel guter Laune, Spaß und gutem Wetter.

Vielen Dank Valerio und Milena für die großartige Organisation!

 

Laurin und Sarah

Wie schafft man mit möglichst wenig Posten möglichst viele Gabelungen?

Diese Leitfrage soll am Ende dieses Berichts beantwortet werden, währenddessen der geneigte Leser selbst Vorschläge entwickeln darf. Neben dem Versuch möglichst viele Gabeloptionen zu kreieren muss das Ganze trotzdem noch zu normalen und anspruchsvollen Bahnen führen.
Um diese Grundprämisse zu verifizieren, wurde extra ein internationales Training im Bier OL organisiert. Dieses fand vor kurzem in Sinzing bzw. im Weiherholz statt. Das Wettkampfformat wurde direkt von der offiziellen deutschen Meisterschaft im Bier OL 2023 übernommen.
Somit waren insgesamt 3 Runden von jeweils circa einem Kilometer zu absolvieren, wobei diese jeweils erst gestartet werden durften, wenn vorab ein ca. 500g schweres und mehr oder weniger kaltes alkoholisches Getränk geleert wurde. Damit der Magen auch zu etwas Abwechslung kommt, darf nach der dritten Runde etwas Beruhigenderes zu sich genommen werden (durchsichtig, damit es der Magen nicht sieht, dafür mit mehr Drehzahl), bevor es auf die vierte und letzte Runde ging.

Staffeldemo

Im Massenstart gingen somit 15 Starter in der Damen- beziehungsweise Herrenkategorie auf ihre erste Runde, welche bei insgesamt 24 verschiedenen Gabeloptionen für jeden eine individuelle Bahn bereithielt. Für den Bier-OL selbst gibt es dabei unterschiedliche Taktiken zwischen möglichst schnell trinken und dafür den Lauf überleben oder alternativ eher gemütliches Trinken um die Kohlensäure abzubauen und schneller laufen zu können.
Für letztgenannte Taktik wurde extra ein Besenläufer (Lukas) eingeführt, der zwar nur gehen durfte und doppelt so viel trinken musste wie alle anderen, der aber auch direkt zur Disqualifizierung führte, sollte er jemanden einholen können. Es mag zwar überraschend klingen, aber es war tatsächlich mehrmals eine Millimeterentscheidung.

Vorbereitung zum Massenstart

Bereits ab Runde 1 sollte allerdings bei den Herren der amtierende deutsche Meister die Nase vorne haben und konnte sich somit deutlich von dem Rest des Feldes absetzen.
(Möglicherweise kann man auch beide Taktiken kombinieren…)
Bei den Damen setzte sich das Rheinhessenpärchen Larissa und Marit nach vorne, wobei die Verfolger hier sehr dicht auf den Fersen waren.

An dieser Stelle soll auch die oben gestellte Frage beantwortet werden. In der ersten Schlaufe wurden 24 Gabeloptionen geschaffen bei insgesamt 6 Postenstandorten. Das Grundgerüst dieser Gabelungs-Konstruktion bilden dabei 4 Posten die in ungefähr gleich großen Abständen aufgestellt werden (siehe linkes Bild).

linkes Bild
rechtes Bild

Alle Läufer kommen dabei von Norden und sollen vom südlichsten Posten ablaufen. Vom Nordposten gibt es nun drei verschiedene Optionen (1,2,3) wie der südliche Posten entweder über West, direkt oder über Ost erreicht werden kann. Dort angekommen, läuft jeder Läufer über eine der beiden anderen Routen wieder zurück zum Nordposten und anschließend die letzte verbliebende Route wieder zurück zum südlichen. Dieses Prinzip ist dem Phi-Loop angelehnt welcher in den letzten Jahren vermehrt an Beliebtheit gewonnen hat. Aus diesen vier Posten lassen sich somit insgesamt 6 verschiedene Optionen gewinnen (123,132,213,231,312,321). Da bei 15 Startern und „nur“ 6 Gabelungen zwangsläufig manch einer zusammen starten darf musste zwangsläufig weiter variiert werden (siehe rechtes Bild).

Mit den hinzugefügten zwei Posten können somit zwei extra Gabelungen in den vorab erzeugten Phi-Loop kreiert werden. Entsprechend darf/muss jeder Läufer entweder zur Option A oder B. Aus der Verschachtelung einer 4er-Gabel in einer 6er-Gabel ergeben sich somit insgesamt 24 Optionen.
Somit kommt man also auch als Bahnleger auf seine Kosten wenn man das komplette Chaos im Postenbereich erzeugt hat. 
Das Ergebnis am Beispiel der Gabelung A1-A3-2 ergibt sich wie folgt:

Kartenausschnitt der 1. Teilstrecke

Zurück zum Wettkampf:
Bei den übrigen Schlaufen wurde die Anzahl der Gabelungsoptionen etwas reduziert wodurch sich das klassische „Staffel-Feeling“ wieder einstellen durfte. Natürlich immer vorausgesetzt, dass man als Läufer tatsächlich auch mitbekommen hat, dass man Teil des 24-Gabel-Experiments sein durfte.

Insgesamt konnte Timon seinen Titelanspruch auch auf die diesjährige deutsche Meisterschaft untermauern und den Sieg davontragen. Der zweite Platz bei den Herren wurde an Martin und damit ins französische Ausland übergeben. Auf Rang drei konnte Klemens zumindest den Rest der Regensburger Junioren auf die hinteren Plätze verweisen.
Bei den Damen ging sowohl Platz 1 als auch 2 nach Rheinhessen. Genauer gesagt haben Larissa und Marit es trotz ausgiebiger Gabelungen geschafft immer gleichzeitig an jedem Wechsel aufzutauchen. Der dritte Rang ging mit Alice ebenfalls wieder ins westliche Nachbarland.
Vielleicht sollten wir in Zukunft auch einmal über eine Europameisterschaft nachdenken, anscheinend sind die ja gar nicht mal so schlecht.

Einen großen Dank an alle die beim Posten setzen/holen und beim Wettkampf unterstützt haben!

Fabian

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